Da wir am Vortag nicht besonders weit gekommen waren mussten wir mal wieder Strecke machen. Rumänien hatte uns bisher richtig gut gefallen, aber die Gegend um Bukarest hat es uns ein Stück versaut. Die blanke Tristess, blutjunge Mädchen am Straßenrand und alles komplett flach. Bukarest selbst hat sich für uns auf ein paar Plattenbauten am Horizont beschränkt.
An der bulgarischen Grenze vollzog sich dann wieder ein krasser Schnitt. Während in Rumänien gebaut wurde, neue Straßen das Bild bestimmten und Menschen oft in kleinen Villen zu leben schienen, haben wir in Bulgarien mehr alte Sovietromantik verspüren dürfen. In den meisten Gegenden schienen die Gebäude noch auszusehen, wie vor 50 Jahren, gut gepflegt abe Trist. Es gab aber auch Ecken, in denen intakte Fenster nicht zum Lebensstandart gehörten.
Außerdem gab es deutlich mehr komplett unbesiedelte Gegenden auf unserer Route, dazwischen immer mal eine große Stadt. Wir fuhren dann in die Dunkelheit hinein, um noch am schwarzen Meer anzukommen.

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Anscheinend hatten eine ganze Reihe Teams die Idee, dort verhältnismäßig günstig in einem Hotel zu übernachten. Highlight der Reise zum Hotel: einen Laster ohne Rückscheinwerfer im Dunkeln überholen. Fahrzeit am Donnerstag: fast 12h, gehalten haben wir nur zum Tanken. Eigtl. eine sehr unangenehme Art, zu reisen. Aber wir wollen uns in Astrachan mit den Jungs von der Karachokombo treffen und gemeinsam mit den Verrückten durch Kasachstan reisen. Dafür ist das leider nötig.

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